Trimum

TRIMUM - Musik auf Abstand

Die Kunst des Übergangs

Das gesellschaftliche Leben beginnt sich zu lockern. Kulturelle Großveranstaltungen aber sind aus guten Gründen weiterhin ausgesetzt. Statt nun auch von kultureller Seite eine baldige Rückkehr zur Normalität zu fordern, plädieren wir dafür, dem allseitigen Drängen einen konstruktiven Kontrapunkt aus aktiv gestalteter Verlangsamung und Verantwortung entgegenzusetzen. Übergänge zu gestalten ist eine musikalische Kernkompetenz – und es gibt genügend Orte, an denen diese Kunst des Übergangs gegenwärtig dringend gebraucht wird.
Seit Anfang April erforschen wir in kleinen, interdisziplinären Teams die Spielräume und Aufgabenfelder eines verantwortungsvollen „Musizierens auf Abstand“. Und die gibt es reichlich.

Was wir jetzt tun können

Spielzeitplanung 2020/21

Den Weg bereiten.

Wie können Kulturveranstalter*innen unter den Vorzeichen der Epidemie die kommenden Wochen und die nächste Spielzeit planen?
>> Perspektiven und Leitlinien für die Programmplanung

Schule und Kindergarten

Abstand lernen.

Wie kann man Vor- und Grundschulkindern auf spielerische Weise das Social Distancing beibringen?
>> Übungen und Spiele für das Abstands- und Hygienetraining

Altenheime in Quarantäne

Nähe zeigen.

Wie kann Musik in Zeiten der Kontaktsperre dazu beitragen, die Isolation erträglicher zu machen?
>> Ein Leitfaden für das Musizieren vor Altenheimen

Interkultur und Solidarität

Vielfalt stärken.

Wie finden kulturelle Minderheiten mehr Gehör – und wie kann man mit musikalischen Mitteln Solidarität mit Ausgegrenzte zeigen?
>> Tipps und Lieder für das interkulturelle Nachbarschaftssingen

Bestattungskultur

Abschied nehmen.

Wie kann man einer Bestattungskultur, die ohne Nähe auskommen muss, ihre Würde und Schönheit bewahren?
>> Im Gespräch mit der Bestattungs-Unternehmerin Barbara Rolf

Zukunft

Weiter denken.

Was können wir in die Zeit „nach Corona“ mitnehmen? Und was ist eigentlich aus der Klimakrise geworden?
>> Ausblicke auf die Zeit danach – und balkontaugliche Klimalieder

Und jetzt sind Sie dran – machen Sie was draus!

In unsere Antworten ist viel Herzblut, Ehrenamt und interdisziplinäre Kompetenz eingeflossen ( >> Chronologische Übersicht ). Wir glauben, dass einige unserer Ansätze in der gegenwärtigen Situation hilfreich sein können. Unsere Konzepte flächendeckend bekannt zu machen oder gar umzusetzen, überschreitet unsere Kapazitäten als kleiner gemeinnütziger Verein. Deshalb haben wir uns entschieden, sie als Open Content zur Verfügung zu stellen. Nun hoffen wir darauf, dass andere, die über entsprechende Ressourcen verfügen, unser Geschenk annehmen, sich davon anregen lassen und etwas daraus machen.

Musik auf Abstand 01

(Foto: Ole, Christoph und Katja König)

Wer wir sind und warum wir diese Seite machen

Normalerweise ist Trimum ein interreligiöses und interkulturelles Musikprojekt. Mit medizinischen oder gar epidemiologischen Fragestellungen hatten wir bislang nichts zu tun. Aber was ist dieser Tage schon normal?
Wir arbeiten grundsätzlich interdisziplinär. Wir begleiten und gestalten Transformationsprozesse. Und wir sind es gewohnt, vorgegebene Grenzen zum Ausgangspunkt unserer musikalischen Arbeit zu machen. Diese Expertise möchten wir in die gegenwärtige Situation einbringen.

Mitwirkende

Idee und Konzeption:
Bernhard König mehr…
Alon Wallach mehr…

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Michael Wallach mehr…

Beteiligte Referent/innen des Trimum-Teams:
Christiane Beetz, Lee Cockshott, Serap Ermis, Cordula Heupts, Assaf Levitin, Mazen Mohsen, Javad Sarempour, Mohamed Sellami, Gennady Tsypin

Team “Abstand lernen in Schule und Kindergarten”:
Kai Büchner, Lee Cockshott, Ortrud Kegel, Stefanie Köllner, Hanne Mühle

Gastbeiträge
Bernhard Thomas Klein (Bläser auf Abstand)
Veronika Moser (Musik leicht gemacht)
Barbara Rolf (Bestattungskultur)
Bendix Vogel (Mitmachaktion mad world)

Weitere Gastautor/innen und -fotograf/innen, Impulsgeber/innen:
Steffi Bade-Bräuning, Susanne Brandt, Emil, Svenja und David, Bettina Eichblatt, Friederike Frenzel, Klaus der Geiger (Klaus von Wrochem), Eva Häberle, Michael Hagedorn, Piet Koenekoop, Dieter Lohmann, Juan Luis Merinero, Alexandra Naumann, Brigitte Rauscher, Philipp Schaeffler, Andrea Siemsen, Jan Sonntag, Stephan Thieme, Joana Naomi Welteke, Anette Zanker-Belz und das Team der Heimatkarawane.

Eine Finanzierung…
... gab es für diese Initiative nicht. Die Gesamtkonzeption und regelmäßige Pflege geschah im April 2020 rein ehrenamtlich. Für die Beiträge von freiberuflichen Kolleg*innen, denen alle Einnahmequellen weggebrochen waren, haben wir uns im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten darum bemüht, kleine Honorare bezahlen zu können.
Spenden an den Trimum e.V. sind willkommen und steuerlich absetzbar; wenn Sie Ihre Postanschrift in den Verwendungszweck schreiben, können wir Ihnen eine Spendenquittung zukommen lassen. Unsere Bankverbindung finden Sie im Impressum