Trimum

Trimum - Archiv

Sechs Jahre TRIMUM: Ein Rückblick

Als wir Ende 2011 mit unserer Arbeit begannen, haben wir uns auf ein Abenteuer mit völlig offenem Ausgang eingelassen. Heute können wir die Fragen, die wir uns zu Beginn gestellt hatten, klar beantworten: Ja - Musik kann zur interreligiösen Verständigung beitragen. Ja - Juden, Christen und Muslime können miteinander singen. Ja - eine eigenständige »Musik des Trialogs« ist möglich und umsetzbar.
Der Weg zu dieser Gewissheit war ein stetiger, tastender Prozess des Sondierens und Ausprobierens - voller Irrtümer und Fehlschläge, aber auch voller beglückender Begegnungen und atemberaubender Entdeckungen.

2011: Die Idee

Die Internationale Bachakademie Stuttgart beauftragt den Komponisten Bernhard König, ein auf drei Jahre angelegtes interreligiöses Musikvermittlungsprojekt zu konzipieren. TRIMUM (lat.: »dreijährig«) soll theologisch fundiert erforschen, ob Juden, Christen und Muslime ihre religiöse Musik miteinander teilen können. Der erste Konzeptentwurf von 2011

2012: Wie klingt, was du glaubst?

Ganz bewusst haben wir im ersten Jahr von TRIMUM jede der drei Religionen für sich selbst sprechen lassen.
»Wie klingt, was du glaubst?« - Ein Jahr lang sind wir in Workshops und interreligiösen Begegnungen dieser Frage nachgegangen. Am Ende des Jahres konnten wir die Ergebnisse präsentieren (mehr dazu…).

2013: Miteinander singen?

Im zweiten Jahr von TRIMUM haben wir uns auf eine abenteuerliche Forschungsreise begeben und die Frage gestellt: Wie können Juden, Christen und Muslime nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander singen? (mehr dazu…)

2014: Eine neue Musik des Trialogs?

2014 ist unser Projekt in eine neue, entscheidende Phase eingetreten: Jüdische, christliche und muslimische Musiker, Theologen und Wissenschaftler haben sich auf die Suche nach einer eigenständigen »Musik des Trialogs« begeben. (mehr dazu…)

2015: Die viele Stimmen Davids

Nach Ablauf der dreijährigen »Ära Bachakademie« macht sich TRIMUM selbständig und feiert im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags seinen ersten großen Erfolg: Das trialogische Konzert »Die vielen Stimmen Davids« in der Stuttgarter Liederhalle bringt Publikum und Presse zum Jubeln. (mehr dazu…)

2016: Trimum vor Ort

Bereits im ersten Jahr seines Bestehens wird der neu gegründete Trimum e.V. mit dem Bundespreis Kulturelle Bildung ausgezeichnet. Mit Workshops, Veranstaltungsreihen und Kooperationsprojekten in ganz Deutschland weitet TRIMUM sein Engagement bundesweit aus. Die erste deutschsprachige Buchpublikation über ästhetische und theologische Grundlagen eines interreligiösen Singens erscheint. (mehr dazu…)

2017: Ein Fest der Verschiedenheit

Ein jüdischer Kantor begrüßt den Sabbat, protestantische Christinnen und Christen feiern Abendmahl, Musliminnen und Muslime verichten das islamische Abendgebet - in ein und der selben Veranstaltung. Noch nie haben wir uns so nah an den Kern und das Heiligste der drei Religionen herangewagt, wie bei diesem »Fest der Verschiedenheit«. (mehr dazu…)

2018: Wie geht es weiter?

Im siebten TRIMUM-Jahr sieht sich das Projekt mit der Notwendigkeit eines Neuanfangs konfrontiert. Trimum ist zu stark und zu schnell gewachsen. Die bundesweite Nachfrage, der große Bedarf an interreligiös-musikalischer Expertise und die vielen dezentralen Aktivitäten lassen sich in der bisherigen Vereinsstruktur und auf der Grundlage einer ehrenamtlichen Geschäftsführung nicht mehr bewältigen. Nun müssen die kommenden Monate zeigen, ob es für TRIMUM eine Zukunft geben wird.