Trimum

TRIMUM - Musik für Juden, Christen und Muslime

Hören und schmecken. Ein Fest der Verschiedenheit

Juden, Christen und Muslime feiern Mahl

Lieder und Texte als kostenloses download: hier.

»Juden und Christen sind eingeladen, mit Musliminnen und Muslimen den Vorabend des Ramadan zu feiern. Christen und Muslime sind eingeladen, mit einem jüdischen Kantor den Sabbat zu begrüßen. Juden und Muslime sind eingeladen, das christliche Mahl mitzuerleben. Nicht alles werden wir teilen können: Jede Religion hat ihre Grenzen. Wir werden diese Grenzen ernst nehmen, respektieren und wertschätzen.Mehr noch: Wir werden sie - mit musikalischen Mitteln - gestalten und besingen. Und so - singend, hörend und schmeckend - unsere Unterschiedlichkeit feiern.«

So hieß es im Ankündigungstext, mit dem wir zu Hören und schmecken - Ein Fest der Verschiedenheit im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin (26. Mai 2017) einluden. Ausgangsimpuls dieser Veranstaltung war, dass der »Kirchentags-Freitagabend«; der traditionell den Feierabendmahlen gewidmet ist, zufällig auf den Vorabend des Ramadan fiel. Eine einmalige und nicht wiederholbare Konstellation also - doch wir glauben: Auch außerhalb von Kirchentagen müsste es möglich sein, dass Juden, Christen und Muslime ihre Gebete und Liturgien auf diese oder eine ähnliche Weise miteinander teilen.

Dieser Eindruck wurde noch verstärkt durch das ungewöhnlich lebhafte und differenzierte Feedback, das wir auf diese Veranstaltung erhielten: Von vielen Besuchern wurden sie - trotz vielerlei Detailkritik, zahlreichen Verbesserungsvoschlägen und auch einigen sehr kritischen und kontroversen Stimmen - als »exemplarisch« und »richtungsweisend« bezeichnet. Wir haben uns deshalb entschlossen, das Grundkonzept sowie den Eröffnungsteil und einige Zwischenmoderationen dieser Veranstaltung allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung zu stellen (Download am Ende dieser Seite): Als Grundlage für eigene Diskussionen, Versuche und Weiterentwicklungen an anderen Orten.

Die Kernstücke der drei religiösen Feiern - das jüdische Kabbalat Schabbat, die christliche Abendmahlsliturgie und das islamische Gebet - haben wir in der hier vorliegenden Version bewusst ausgespart. Es würde uns als wenig sinnvoll erscheinen, hierzu Empfehlungen zu geben. Im Sinne einer religiösen Selbstrepräsentation scheint uns hier der einzig sinnvolle und gangbare Weg zu sein, die Auswahl der konkreten Gesänge, Gebete, Suren oder Melodievarianten den jeweiligen Akteuren vor Ort zu überlassen. Sollten Sie die nach-folgenden Materialien verwenden, würden wir uns freuen, wenn Sie dabei auf Trimum als Quelle verweisen und uns von Ihren Erfahrungen berichten.

Für die Berliner Kirchentags-Version standen der Chor, die Solistinnen und Solisten von Trimum sowie ein Instrumentalensemble mit europäischer Streicherbesetzung sowie mit traditionellen iranischen und afghanischen Instrumenten zur Verfügung. Dies ermöglichte eine sehr reichhaltige und farbige Gestaltung auf musikalischer Ebene, die nicht ohne weiteres auf andere, kleiner dimensionierte Anlässe übertragbar sein wird. Die entsprechenden musikalischen Arrangements sind deshalb nicht Teil des hier veröffent-lichten Materials. Sie können aber teilweise auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

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Hören und schmecken. Ein Fest der Verschiedenheit: Lieder und Texte