Trimum

TRIMUM - Musik für Juden, Christen und Muslime

AKTUELL: Klima, Musik, Interkultur

Eine Einladung zum Dialog

Wie kann mit Musik und Kultur das Klimabewusstsein befördert werden? Kann aus „Verzicht“ und „Verbot“ Verschönerung werden? An welchen Stellen können Kulturinstitutionen auf sinnvolle Weise die eigene Umweltbilanz verbessern? Warum spiegelt sich in den gegenwärtigen Klimaprotesten nicht die kulturelle Vielfalt unseres Landes wider? Und wie klingt „Postwachstumsmusik“?

Vier Wochenenden in vier Städten

17.-19. Januar 2020
Hamburg: Zukunftswerkstatt Musik und Klima
Interkulturelle Herausforderungen
In Zusammenarbeit mit Stadtteilkantorat e.V.

7.-9. Februar 2020
Ludwigsburg: Zukunftswerkstatt Musik und Klima.
Herausforderung für die Kulturelle Bildung
In Zusammenarbeit mit den Abteilungen Musik, Kultur- und Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

14.-16. Februar 2020
Paderborn: Zukunftswerkstatt Musik und Klima.
Ethische und ästhetische Herausforderungen
In Zusammenarbeit mit der Professur für Eventmanagement mit den Schwerpunkten Populäre Musik, Medien und Sport und dem Institut für Evangelische Theologie der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn sowie mit der AG Musik – Szene – Spiel OWL e.V.

14.-15. März 2020
Heek: Zukunftswerkstatt Musik und Klima
Herausforderung für Laienmusik und Musikpädagogik
In Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie NRW und der LAG Musik NRW.

(Die Untertitel beziehen sich auf einen thematischen Schwerpunkt der jeweiligen gastgebenden Institution und stellen keine inhaltliche Begrenzung dar.)

Warum diese Einladung – und warum Trimum?

Die Klimakrise treibt viele Menschen um. Doch welche Rolle spielen Musik, Religion und interkulturelle Begegnung bei diesem Thema? Auf den ersten Blick scheint es wenig Berührungspunkte zu geben.
Namhafte Klimaforscher*innen, Sozialpsycholog*innen und Ökonom*innen weisen mit wachsender Dringlichkeit darauf hin, dass wir alle unsere Verhaltensweisen ändern müssen. Ein Zusammenleben von bald zehn Milliarden Menschen innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten wird sich nicht alleine durch technologische Innovationen erreichen lassen. Die überlebensnotwendige Transformation unserer Gesellschaft in Richtung „Zukunftsfähigkeit“ ist deshalb auch eine kulturelle Aufgabe von bisher nie dagewesener Dringlichkeit und Größenordnung. Wir fügen hinzu: Sie ist gleichzeitig auch eine interkulturelle Aufgabe.

Musik, Religion und Kultur sind seit jeher die Bereiche, in denen sich Gesellschaften ihrer eigenen Werte vergewissern. Doch in unserer globalisierten Welt kippen Identitätssuche und Selbstvergewisserung leicht in Abgrenzung und Feindschaft um.
TRIMUM hat sich dem soziokulturellen „Klimawandel“ im Mikrokosmos der interreligiösen Begegnung verschrieben. Der Kern unserer Arbeit ist es, über die Grenzen der Religionen und Kulturen hinweg miteinander und voneinander zu lernen. In den zurückliegenden acht Jahren haben wir bewiesen, wie konstruktiv Gläubige und Atheistinnen, jüdische Kantoren und muslimische Theologinnen, Komponistinnen und Religionsgelehrte zusammenarbeiten können. Wir haben in zahlreichen Projekten zwischen den Weltanschauungen, Wertesystemen und Fachdisziplinen vermittelt, Fremdheit überwunden und Schönheit miteinander geteilt. Wir haben in interdisziplinären Workshops neue, interreligiöse Veranstaltungsformen entwickelt. Im Hamburger Stadtteilkantorat begleiten wir seit 2016 einen langfristigen und tiefgreifenden Transformationsprozess, der perspektivisch einen ganzen Stadtteil betrifft.
Diese Expertise wollen wir fruchtbar machen, um unseren Beitrag zum drängendsten Thema der Gegenwart zu leisten und den Appell der Wissenschaft in konkrete kulturelle Handlungsoptionen zu übersetzen. Gemeinsam mit dem Netzwerk Junge Ohren und weiteren Projektpartner*innen beteiligen wir uns deshalb als Kooperationspartner an den Zukunftswerkstätten. Was wir uns von ihnen erhoffen, sind neue interreligiöse und interdisziplinäre Denkanstöße und Bündnisse für eine Musikkultur der globalen Verantwortungsethik. Unsere Einladung richtet sich an…

Ablauf und mögliche Inhalte

Jede Zukunftswerkstatt beginnt am Freitag Abend und endet am Sonntag Mittag. (Ausnahme: Der Termin in Heek ist zweitägig). Das Programm richtet sich nach den konkreten Interessen der Anwesenden und wird am Freitag Abend vor Ort gemeinsam festgelegt. Jede*r kann Ideen und Anliegen einbringen. In wechselnden interdisziplinären Kleingruppen können wir zum Beispiel…

Anmeldungen und weitere Informationen

Die Zukunftswerkstätten sind überwiegend „No-Budget-Veranstaltungen“. Die Teilnahme ist kostenlos, für Unterkunft und Verpflegung müssen die Teilnehmenden selber aufkommen.
Anmeldung oder Interessensbekundungen bitte mit Name, Beruf und Ort/Datum des gewünschten Termins an Bernhard König, info(äd)schraege-musik.de. Die Interessent*innen erhalten dann weitere ortsbezogene Detailinformationen.

Wer wir sind

Unsere Projektpartner sind teils als Hochschulen, teils als freie Kulturinstitutionen in den Bereichen Musik, Kulturelle Bildung, Veranstaltungsmanagement, Theologie sowie im interkulturellen und interreligiösen Dialog angesiedelt.

Projektpartner überregional:
Netzwerk Junge Ohren – Forum für Musikvermittlung in Europa.
nmz – neue musikzeitung

Örtliche Veranstalter und Kooperationspartner (Stand: Oktober 2019):
AG Musik-Szene-Spiel OWL e.V.
Landesarbeitsgemeinschaft Musik NRW
Landesmusikakademie NRW
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Universität Paderborn
Stadtteilkantorat Hamburg e.V.

Zum Weiterlesen

Einige Denkanstöße zum Thema finden sich in Bernhard Königs Aufsatz Monteverdi und der Klimawandel in der aktuellen Septemberausgabe der nmz (neue musikzeitung).