Trimum

TRIMUM - Musik für Juden, Christen und Muslime

Das STADTTEILKANTORAT in Hamburg-Mümmelmannsberg

In Hamburg-Mümmelmannsberg leben auf engstem Raum Menschen aus aller Welt. Gemeinsam mit unserem örtlichen Partner, dem Stadtteilkantorat e.V., begleiten wir sie seit 2016 auf dem Weg zu einer neuen musikalischen Stadtteilkultur: Interkulturell, interreligiös und intergenerationell.

Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage: Welche Musik braucht dieser Stadtteil?

Aktuell (1): Ein Haus für alle

Infektionssichere Begegnungsmöglichkeiten im Gemeindezentrum Mümmelmannsberg
24.11. bis 24.12.2020, täglich von 12.00h bis 18.00h.

Das Coronavirus ist in Mümmelmannsberg angekommen. Momentan sind zahlreiche Menschen hier im Stadtteil erkrankt. Viele sind einsam und haben keinen Ort mehr, wo sie hingehen und andere treffen können. Andere machen sich Sorgen um die eigene Gesundheit oder um Angehörige und Nachbarn.
Im Frühjahr und Sommer war „Abstand halten“ leichter. Man konnte nach draußen gehen. Jetzt ist es draußen kalt und wird früh dunkel. Und wenn man sich nicht mehr begegnen kann, wächst mit der äußeren Kälte auch die innere.

In dieser schweren Situation bietet das evangelische Gemeindezentrum besondere Vorzüge. Als Ort der Religionsausübung ist es vom Lockdown ausgenommen und kann weiterhin geöffnet bleiben. Die Räumlichkeiten sind sehr groß und der Gemein-desaal verfügt über eine eigene Be- und Entlüftungsanlage. Beste Voraussetzungen also, um sich in kleinen Gruppen und in sicherem Abstand infektionssicher zu begegnen.

Diese privilegierten Bedingungen sollten nicht nur den evangelischen Christinnen und Christen zugute kommen. Auf Anregung des Stadtteilkantorats hat der evangelische Bezirksausschuss deshalb beschlossen, das Gemeindezentrum bis mindestens Weihnachten zu einem „Haus für alle“ zu machen – unabhängig von ihrer Kultur oder Religion. Ein Ort für alle, die ein bisschen Wärme auftanken und der Einsamkeit des Lockdowns entkommen wollen oder die einen Moment der Stille für sich alleine haben möchten.

Eine gemeinsame Initiative von Mümmel Leben, dem Stadtteilkantorat und der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Mümmelmannsberg.

Aktuell (2): 50 Jahre Mümmel – Die kleinste Tournee der Welt

Mümmelmannsberg wird fünfzig – ein Grund zum Feiern! Doch das gemeinsame, große Fest mit vielen Menschen wird wegen Corona nicht möglich sein. Deshalb veranstalten wir die kleinste Tournee der Welt und feiern infektionssicher im Freien – natürlich mit viel Abstand und maximal 15 Festivalgästen.

Die Idee
Am 30. September 1970 wurde der Grundstein für Mümmelmannsberg gelegt. Fünfzig Jahre später wollen wir einen kleinen musikalischen Grundstein für das fünfzigjährige Stadtteil-Jubiläum legen: Ein erster Auftakt für die offiziellen Feierlichkeiten, die für 2021/22 geplant sind.
Von Mittwoch, dem 30. September bis Sonntag, dem 4. Oktober wird das Stadtteilkantorat auf Tournee gehen. Mit 15 Klappstühlen im Gepäck touren wir duch den Stadtteil, machen Zwischenstopps an Innenhöfen oder Spazierwegen, Spiel- oder Sportplätzen und laden ein zum…

Team

Start ist am Mittwoch dem 30.9. um 11.00h im Garten des Gemeindzentrums (Eingang: rechts neben dem Gemeindezentrum, Havighorster Redder 50).
Dort endet unsere Tournee auch am Sonntag, dem 4. Oktober. Dann laden wir zwischen 10.00h und 17.00h zu einem Jubiläums-Herbstfest im Garten des Gemeindezentrums ein: Interkulturell, generationsübergreifend und interreligiös.
Wer diesen Tag (inter-)religiös begehen möchte, findet dann im Gemeindezentrum einen muslimischen Gebetsraum und einen Erntedank-Altar, an dem man Gaben verschenken oder sich beschenken lassen kann. Draußen im Garten wird eine jüdische Laubhütte stehen, den zeitgleich zum Erntedankfest findet das jüdische Sukkot-Fest statt. Für alle, die keine Religion angehören oder mit religiösen Festen „nichts am Hut haben“, gibt es Tanzen, Singen und Erzählen „auf Abstand“. Mit dabei: Die Ewe-Union Hamburg mit traditionellen Ewe-Tänzen und Gesängen.
Und was passiert zwischen diesen beiden Terminen? Lassen Sie sich überraschen und halten Sie Augen und Ohren offen – vielleicht entdecken Sie uns ja in den nächsten Tagen irgendwo im Stadtteil.