Trimum

2014 - Musik des Trialogs

Pressestimmen und Feedback

Pressestimmen

In einem europaweit einmaligen Projekt singen und musizieren Juden, Christen und Muslime gemeinsam - auf der Suche nach einer eigenständigen »Musik des Trialogs«. (...) »Was bringt das alles, wenn die Kriege und politischen Spannungen immer nur schlimmer werden?«, fragt der aus Israel stammende Assaf Levitin, Interpret zeitgenössischer Musik (...). Und sein irakischer Kollege Saad Thamir erwidert: »Der Sinn von Trimum ist, dass wir uns als Menschen dieser verfeindeten Religionen miteinander unterhalten.« Wo sonst werden in einem Raum die 99 Namen Allahs und biblische Psalmen gesungen? Wo sonst singen Kopftuch tragende Muslima zusammen mit Kippa tragenden Juden? (...) Die Gesänge der Trimum-Solisten sind von berührender Schönheit. Hier ist Musik nicht nur gut gemeint, sondern gut aufgeführt. Ein musikalischer Genuss.
Musica sacra, Die Zeitschrift für katholische Kirchenmusik (6/14)

Arabische oder hebräische Soli in einem christlichen Chorstück; klassische Streichinstrumente und Tuba neben Percussion-Instrumenten und der orientalischen Laute Oud oder ein türkisches religiöses Lied, das ins Deutsche übersetzt wird: Bei Trimum geht es nicht um easy listening und einen eingängigen Mix verschiedener Musikstile, sondern um ein respektvolles und hörenswertes Miteinander religiöser und musikalischer Gesangs- und Instrumentaltraditionen. (...) Der Sänge Assaf Levitin kommt aus Israel, lebt aber in Berlin und durchläuft derzeit eine Ausbildung zum jüdischen Kantor. Seinen Militärdienst hat Levitin als Journalist im Libanon absolviert. Er kennt Krisen-gebiete wie das Westjordanland und den Gazastreifen und sein Leben ist geprägt von den gewaltsamen Aueinandersetzungen zwischen Israel und den Palestinensern. Deshalb setzt er sich nicht nur für den Dialog zwischen Christen und Juden ein, son-dern vor allem für den zwischen Juden und Muslimen - zumal es eine große gemeinsame Musiktradition gibt, wie ihm bei der Trimum-Projektarbeit bewusst wurde.
SWR2 Cluster

An musikalischer Vielfalt war dieses Ereignis jedenfalls nur schwer zu überbieten. Vom Konzertchor bis zum türkischen Baglama-Ensemble, vom Gesangsverein bis zu Koran-Rezita-tionen, jüdischen Vertonungen und Tora-Kantilationen spreizte sich das Spektrum. Dabei widmeten sich nicht nur Esslinger Insti-tutionen dem Thema Adam und Eva im Garten Eden. Zum musikalisch-interreligiösen Gesamtkunstwerk wurde das Konzert vollends durch die Mitwirkung des Stuttgarter Trimum-Chors, von Reutlinger Schauspielern und renommierten internationalen Musikern verschiedenster religiöser Couleur. Wenn auch das musikalisch Gebotene in Tonalität, Struktur und Melos völlig unterschiedlichen Wegen folgte, so einte doch Eines alle Vor-träge: Die Authentizität der Aussage, basierend auf einer Identi-tät von Textinhalt und Interpretation. (...) In einer mehrsprachi-gen Neukomposition fand das Lob der Vielstimmigkeit Aus-druck. Feingliedrigen Passagen der Frauenstimmen standen sich überlappende islamische, jüdische und christliche Gesänge gegenüber, die in einer Klangwolke des Credos der drei Religi-onen kulminierten. Ein eindrucksvolles Finale, das alle Mitwirken-den in der versöhnlichen Sprache der Musik vereinte.
Eßlinger Zeitung

Aus E-Mails von Zuhörern und Mitwirkenden

»Noch ganz erfüllt von den gestrigen Veranstaltungen möchte ich mich gleich bei Ihnen melden - ich hoffe, daß diese Mail Sie erreicht! (...) Das ganze Konzept war äußerst eindrucksvoll - ich war sehr berührt, daß Sie und Ihr Team auch Behinderte und Flüchtlinge mit eingebunden haben. Haben Sie vielen Dank für das alles!«
Gunhild Adler (Zuhörerin)

»Als ich zur Probe kam am Samstag dachte ich: Na denn: Chaos beginne. Und ich wurde so sehr eines besseren belehrt. Es war so ein grandioses Erlebnis, das ich immer noch nicht ganz fasse, ich lachte, ich weinte, es ging mitten ins Herz. Ich wünschte, ich hätte dieses Projekt früher gekannt. Vielen vielen Dank. Sie haben so Unglaubliches geleistet - das ganze Team. Ich könnte stundenlang schwärmen über das Konzert…«
Gabi Keltsch (Sängerin Esslinger Oratorienverein)

»Nochmals Danke für dieses tolle Projekt, das uns allen sehr viel Freude gemacht hat und eine starke Nachwirkung im Chor hatte. Wir waren alle gleichermaßen berührt wie bereichert ob der vielen Eindrücke und auch persönlichen Begegnungen. (...) Ihr dürft zurecht auch stolz auf dieses Projekt sein: welch kostbare und gute Arbeit…: wunderbar - und großes Kompliment für die gelungene Organisation!«
Jörg Dobmeier (Dirigent Oratorienverein)

»Gratulation zum grandiosen und beeindruckenden Konzert. Für unsere Chormitglieder und deren Gäste war es eine Freude, dabei zu sein.«
Steffi Bade-Bräuning (Dirigentin »Esslinger Liederkranz«)

»Danke, dass wir dabei sein durften. Ich hänge immer noch ab und zu an verschiedenen Eindrücken aus den Konzerten und Proben fest und muss mich wirklich arg anstrengen um nicht ins Paradies abzugleiten…«
Jochen Keil (Schulleitung Realschule am Schillerpark Esslingen)

»Erstens gratulieren wir ganz herzlich fuer tolle Veranstaltung, dann sind wir stolz darauf dass wir auch stückweise dabei waren. Das war alles wunderschön und perfekt. Vielen Dank!!!!«
Önder Öneren (türkischer Kulturverein Esslingen)

»Die begeisterte Reaktion des Publikums und der Mitwirkenden hat Euch sicher spüren lassen, dass euer Projekt ein ganz einmaliges, richtungweisendes war.«
Alfred Zeller (Sänger Chorlabor)

»Für die Schüler war es offensichtlich ein sehr schönes Erlebnis: Das gemeinsame Musizieren, die anderen Instrumente, Klänge und musikalischen Wendungen… «Das lange Sitzen in der Generalprobe war überhaupt nicht langweilig!» (O-Ton der jungen Instrumentalisten)«
Elisabeth Deinhardt (Musikschule Esslingen)

»Zusammenfinden, Überschneidungen feststellen, Ähnlichkeiten, aber auch Verschiedenheiten wahrnehmen - dieses Konzert brachte so viel stilistisch Unterschiedliches zum Klingen, dass sich damit ein ganzer Kosmos eröffnete. Dabei waren die einzelnen Beiträge in einen stringenten Kontext eingebettet (...) Wie gut sich religiöse islamische Musik, Synagogengesang und gregorianischer Choral (von der Schola Gregoriana des Münsters St Paul) miteinander vertrugen, war für nicht wenige ein erhellendes Erlebnis. Und wenn nach dem überwältigenden Schlussapplaus nach zweieinviertel spannenden Stunden eine junge Frau aus dem Projektchor der Integrationskurse an der VHS spontan zu einer Sängerin des Oratorienvereins sagte: «Ihr wart aber wirklich gut.», dann war das mindestens so viel wie der Applaus nach einem großen Oratorienkonzert.«
Dr. Elisabeth Görg (Oratorienverein Esslingen)

»Dass Musik die Völker verbindet, hat man oft erlebt. Dass Musik aber auch Menschen aus verschiedenen Religionen verbinden kann, ist neu, originell und zukunftsweisend. Dem Trimum-Konzert in Esslingen ist es auf eindrucksvolle, zum Teil ergreifende Weise gelungen, mit einer Fülle unterschiedlicher musikalischer Formen, Klänge und Stile und einer hohen Zahl von Mitwirkenden verschiedenen Glaubens das Verbindende zwischen den drei abrahamischen Religionen hörbar zu machen, ohne Religionsvermischung und falsche Harmonie. Jede religiöse Tradition konnte ganz authentisch das Ihre sagen und doch signalisieren, wie viel es an Gemeinsamkeiten gibt, wenn man für Frieden, Verständigung und Zusammenarbeit eintritt. Ein Projekt, das in einer konfliktträchtigen Zeit wie der unsrigen nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und das gebieterisch nach Fortsetzung ruft.«
Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel (Universität Tübingen)